Bangkok Thailand

The City of Angels

Temple in bangkok

Als ich vor zwölf Jahren das erste Mal nach Bangkok kam war ich schwer beeindruckt. Fasziniert und überfordert, hingerissen und herausgefordert. Damals war Bangkok für mich wirklich das Tor nach Südostasien. Die Khao San Road hat mich umgehauen, die Stadt sprachlos gemacht.
Und ich weiß ich tue Bangkok unrecht wenn ich sage, dass es für mich heute nicht mehr so ist. Ich kann mir eigentlich kein großes Urteil erlauben, immerhin habe ich ausser dem Backpacker-Viertel diesmal nicht wirklich viel gesehen, bin hauptsächlich rumgehangen und habe nur ein paar Klassiker zum wiederholten Mal besichtigt. Und ich bin mir sicher, dass es weiterhin und wieder und immer noch großartige Ecken in Bangkok gibt. Ich muss aber zugegeben, dass ich froh war nach gut einer Woche das Flugzeug nach Phnom Penh zu besteigen. Bangkok hat mir diesmal gar nicht gefallen. Und wenn ich von Bangkok spreche, mein ich hauptsächlich das Touristenviertel (und urteile damit über eine Stadt aufgrund seiner Touristen und der Menschen die damit Geld verdienen, dessen bin ich mir durchaus bewusst).

Und ja, auch ich bin nur ein Tourist und auch ich bin in diesem Viertel untergekommen statt mir mal die Mühe zu machen mich woanders zu platzieren. Ich bin auch nicht besser als die vielen hunderttausende von Touristen, die über die Khao San Road laufen, „German Curry Sausage“ kaufen und vor allem nach dem Free-Wifi in den Cafés und Bars lechzen. Ich weiß, dass Bangkok abseits vom Grand Palace und Wat Po einiges zu bieten hat, ich war aber fast schon nach meinem ersten Abend bedient. Vielleicht bin ich mit dem falschen Bein angekommen, vielleicht bin ich einmal zu unfreundlich behandelt worden, vielleicht war mein erstes und das letzte Guesthouse wirklich nicht gut und vielleicht hab ich mich einmal zu sehr übers Ohr gehauen gefühlt aber ich habe Bangkok diesmal nicht wirklich genossen.
Aber ich kann nicht nur meckern. Ich hatte auch schöne Erlebnisse hier. Zum Beispiel die drei Tage im Phiman River View Guest House, eine Art kleine Kommune am Fluss. Alles sehr einfach und alles sehr hübsch. Kein Restaurant, dafür wurde Abends gemeinsam gegrillt oder gekocht und gemeinsam gegessen. Tolle Leute, sehr hilfsbereite und nette Besitzer und eine atemberaubende Aussicht auf den Fluss. Warum ich hier wieder ausgezogen bin weiß ich bis jetzt nicht.

Oder der Trip zum Wat Bang Phra natürlich, wo ich ein heiliges Sak Yant von einem buddhistischem Mönch bekommen habe. Ein unvergessliches Erlebnis, nicht nur weil mich für immer ein Tattoo daran erinnern wird.
Und ich hatte einen sehr netten letzten Tag in Bangkok mit Christian, der unter Christian on Tour bloggt. Irgendwie haben wir netterweise den ganzen Tag verquatscht, jede Menge Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt. Für Christian ging es zurück ins kalte Deutschland, für mich am nächsten Tag weiter nach Phnom Penh. Aber dazu später mehr.

Die Bilder von meinem Bangkok-Stopp gibt es bei Flickr.

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager und Certified ScrumMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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