Amerika Kuba

Ein lang fälliger Trip nach Havanna

Havanna 2018

Havanna ist laut, dreckig und es stinkt. Und es ist ziemlich großartig.

Immer wieder wollte ich diesen Trip machen. Von Cancun aus ist es quasi ein Katzensprung nach Havanna und von Cozumel aus ist es nicht weit nach Cancun. Die letzten Jahre kam immer wieder etwas dazwischen aber jetzt endlich habe ich meinen kleinen Trip nach Kuba gemacht.

Hin- und Wegkommen

Ich buche meinen Flug von Cancun nach La Habana mit Interjet. Rund 160 Euro kostet mich der Flug. Zusätzlich Kosten für Fähre und Bus von Cozumel nach Cancun und zurück sind jeweils rund 15-20 Euro.
Von Cozumel aus machen jede volle Stunde drei unterschiedliche Fährunternehmen den Trip von Cozumel nach Playa del Carmen. Die drei Unternehmen kämpfen vor allem in Playa del Carmen sehr um Kunden und die Preise schwanken tagesweise stark. Warum alle drei zur gleichen Zeit fahren und sich nicht etwas aufteilen werde ich nie verstehen. Maximal 45 Minuten dauert der Trip aufs Festland und der kann nach Wellengang schon mal etwas holprig werden. In Playa ist die ADO Busstation fußläufig zu erreichen und ein Busticket nach Cancun Aeroporto kann man entweder online oder einfach vor Ort bekommen. Ca. 1 Stunde muss man mit dem Bus rechnen. Interjet zieht seit Ende letzten Jahres Stück für Stück ins neue Terminal 4 in Cancun um. Der Flug nach Havanna geht aber im Moment weiterhin von Terminal 2 aus.
Ich war mir nicht ganz sicher wie das mit dem Visum beziehungsweise der Touristenkarte für Kuba ablaufen wird. Und es hätte einfacher nicht sein können. Wichtig ist einen Reisepass zu haben, der nach Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Bevor ich mich in die Schlange zum Check-In einreihe werde ich von einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft gefragt ob ich bereits eine Touristenkarte habe. Als ich verneine stellt er mir eine aus (was 2 Minuten dauert) und für 350 Pesos (rund 16 Euro) drückt er sie mir in die Hand. Ein einstündiger Flug bringt mich nach Havanna wo ich mich am Flughafen organisiert von meinem Airbnb-Host abholen und nach Havanna Zentrum fahren lasse.
Die Rückreise ist etwas holprig, aber nur weil in Cancun und in Playa del Carmen wahnsinnig viel los ist und ich überall warten muss.

Unterkommen

IMG_0125Ich habe mir im Vorfeld über Airbnb eine Übernachtungsmöglichkeit organisiert. Das Apartment im Zentrum von Havana war perfekt für mich und günstig. Die Gastgeberin hat mir für Ankunft und Abflug einen befreundeten Taxifahrer organisiert der zwar ein paar Dollar teurer war, dafür aber super pünktlich, freundlich und alles hat ohne Probleme geklappt.
Auch wenn man nicht im Vorfeld buchen möchte ist das in Havanna ganz einfach. Am besten kommt man in einem Casa Particular unter. Man wohnt dann in der Regel in einem Privatzimmer in einer Wohnung, oft mit eigenem Badezimmer. Die Gastgeber helfen einem bei der Planung des Aufenthalts und man bekommt einen Einblick ins Leben vor Ort. Überall im Zentrum von Havanna oder in Old Havanna sieht man das Logo für Casa Particulares, eine Art umgedrehter blauer Anker. Oft kann man dort auch essen und auch ansonsten sollte man in einem privatem Restaurant essen. Ich habe die Kubaner als wahnsinnig freundlich erlebt und auch wenn man wie nur spärlich spanisch spricht kommt man gut durch.

Rumkommen

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Malecon

Ich habe nur ein paar Tage Zeit. Mein Ausgangspunkt ist Havanna Zentrum von wo aus ich alles gut zu Fuß erreichen kann. Ich kaufe mir ein Ticket für den Hop-On/Hop-Off Bus (T2) der vom Parque Central abfährt. Rund zwei Stunden dauert die Fahrt insgesamt, für 10 CUC (10 US$) kann man beliebig oft aus- und wieder einsteigen. Man bekommt einen schön
en Überblick über die Stadt und eine gute Orientierung.

Ansonsten habe ich mich hauptsächlich in Downtown, also Centro Habana, Vedado und Habana Vieja aufgehalten. Nördlich des Prado kann man gut einen Tag rund um die vier kolonialen Plätze des alten Havanna (Plaza de la Catedral, Plaza de San Francisco, Plaza Vieja und Plaza de Armas) verbringen, immer mal wieder einen Kaffee trinken (der wirklich gut ist), etwas essen (was ich leider nicht so wirklich gut fand), tolle Gebäude und interessante Menschen sehen. Am Paseo de Martí, dem sogenannten Prado kann man wunderbar entlang schlendern und den kubanischen Familien und Freunden beim gemeinsamen rumhängen zusehen und auch mit ihnen ins Gespräch kommen.
Den Malecon, die Küstenstraße fand ich reichlich überbewertet. Viele Autos, viel Lärm und am Ende ist es eben doch nur eine Küstenstraße.

Geld bekommen

Über die Geldversorgung habe ich mir vor der Reise etwas Gedanken gemacht. Ich habe kaum Euro mit und keine US-Dollar. Ich habe natürlich eine Kreditkarte war mir aber nicht sicher, ob die immer an jedem ATM funktioniert. Direkt am Flughafen im Terminal 3 angekommen finde ich einen ATM und kann dort Convertible Pesos abheben und mit einem Reisepass sogar am Automaten Geld wechseln. Später wechsle ich noch einmal ein paar mexikanische Pesos in einer Cadeca (Wechselbüro), die man zumindest in Downtown Havanna überall finden kann.

Trotz der sehr begrenzten Zeit die ich mir genommen habe und eines leider etwas angeschlagenen Magens habe ich die paar Tage Havanna sehr genossen. Tatsächlich waren sehr viel mehr Touristen unterwegs als ich gedacht hätte. Überall laufen Europäer und Kanadier durch die Straßen Downtowns. Aber wie heißt es so schön: Du stehst nicht im, du bist der Stau!

Alle Fotos aus Havanna gibt es hier.

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