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Ein Trip nach Mahahual

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Neben meinem Kurztrip nach Havanna wollten wir dieses Jahr einen gemeinsamen Ausflug von Cozumel aus machen um mal etwas anderes zu sehen und andere Tauchplätze zu tauchen. Anfangs war Útila in Honduras oben auf unserer Liste, aber wir haben mit einer Entscheidung so lange gewartet bis uns die Flüge zu teuer waren.

Über einen Trip nach Banco Chinchorro haben wir schon im letzten Jahr nachgedacht. Banco Chinchorro ist ein Atoll vor der Küste Mexikos nahe der Grenze zu Belize. Besonders berühmt sind die Wracks, die an seiner Ostseite liegen. Schon im letzten Jahr haben wir uns den Tauch-Trip von Xcalak aus angesehen. Nachdem das Tauchcenter dort aber mindestens 5 Taucher benötigt um nach Banco Chinchorro zu fahren und uns – sowohl letztes, als auch dieses Jahr – keine Aussage zur Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens des Trips geben konnte haben wir das nicht weiter verfolgt. Nach ein bisschen Recherche haben wir dann ein Tauchcenter in Mahahaul gefunden und Kontakt aufgenommen. Die Kommunikation mit den Amigos del Mar Mahahual und dem deutschen Inhaber Heiko war sehr angenehm, prompt und hilfreich. Auch die Amigos del Mar benötigen 5 Taucher um den Trip zu machen aber hier haben wir eine Einschätzung bekommen zu welchen Daten es sehr wahrscheinlich ist, dass der Trip zustande kommt weil es schon weitere Anfragen gab. Und im Falle schlechten Wetters, dass den Trip unmöglich macht würden wir unsere Anzahlung zurück bekommen. Außerdem ist der Trip hier um einiges günstiger als beim Anbieter in Xcalak. Klang gut, so haben wir uns die Kommunikation gewünscht und unser Ausflug war gesetzt.

Hinkommen und Unterkommen

Online haben wir ein Auto in Playa del Carmen bei Europcar reserviert. 5 Dollar für 4 Tage alles inklusive sollte das kosten. Gespannt was der Haken ist haben wir die Fähre von Cozumel nach Playa del Carmen genommen und sind die 15 Minuten vom Fährterminal zu Europcar marschiert. Wider Erwarten hat der freundliche Angestellte nicht versucht uns alles mögliche aufzuschwatzen aber um die Haftpflichtversicherung kommt man nicht herum. 120 US Dollar haben wir für 4 Tage inklusive zwei Fahrern und unbegrenzt Kilometer für ein recht neuen Wagen bezahlt und wir waren zufrieden.
Etwa 3 – 4 Stunden dauert die Fahrt nach Mahahaul, die immer wieder durch kleine oder größere Orte führt.
Mahahaul liegt etwa 300 Kilometer südlich von Playa del Carmen, ein ehemalig ruhiges Fischerdörfchen welches nun auch seinen Anteil an den Kreuzfahrttouristen der Costa Maya abgekommen möchte und deswegen vor ein paar Jahren ein Kreuzfahrtterminal gebaut hat. Ein bis zwei Kreuzfahrtschiffe docken hier an und die Strandpromenade ist sehr touristisch. Aber dabei irgendwie nicht unangenehm und wir haben uns für die paar Tage sehr wohlgefühlt.

Nacional Beach Club

Nacional Beach Club

Untergekommen sind wir quasi direkt neben dem Tauchshop im Nacional Beach Club & Hotel, wo wir uns sehr wohlgefühlt haben. Der junge Besitzer Evan uns seine Crew waren sehr freundlich und hilfreich und die Bungalows sehr liebevoll eingerichtet. Auch wenn ich es ein bisschen befremdlich finde, dass in einem Bungalow für eigentlich 4 Personen den Schlafraum und das Badezimmer nur eine kleine Salon-Schwingtür trennt. Aber na ja.

Tauchen

Wir haben zwei Tauchgänge in Banco Chinchorro und zwei direkt in Mahahual gemacht. Der Bootstrip nach Banco Chinchorro dauert rund 1 1/2 Stunden und ist mitunter ganz schön ruppig. Aber das Boot ist gut und schnell, die Crew vertrauenserweckend. Wir tauchen in zwei Gruppen und sind zu viert mit dem Besitzer als Guide unterwegs. Wir tauchen auf der Westseite des Atolls und damit nicht die Wracks sondern die Riffe. Das finde ich ein bisschen schade, obwohl ich nicht so ein Riesen-Wrack-Fan bin. Interessant hätte ich das doch gefunden. Aber offenbar ist das Tauchen auf der Wrackseite durch die geringe Tiefe der Tauchspots und die Brandung zu dieser Jahreszeit und bei diesem Wetter nicht unbedingt empfehlenswert.

Wir tauchen Gata und Aquario II und die Tauchplätze sind ganz schön, hauen mich jetzt aber auch nicht unbedingt vom Hocker. Aber alles ist sehr gut organisiert und während unserer Oberflächenpause machen wir Halt in einer Fischerhütte auf Stelzen im Wasser.

Fischerhütten

Fischerhütten

Salzwasserkrokodile in Banco Chinchorro

Salzwasserkrokodile in Banco Chinchorro

In der Hütte etwa 50 Meter weiter weg sind Fischer, die ihren Fang ausnehmen und die Reste ins Wasser werfen. Angelockt durch das Messer auf Holz – Geräusch tummeln sich hier zwei große Salzwasser-Krokodile, die auch was von dem Fang abbekommen möchte. Die Krokodile sind beeindruckend, man kann organisiert in einem anderen Trip mit ihnen auch schnorcheln, aber das geht mir dann doch zu weit. Ich finde es toll ihnen beim Schwimmen zuzusehen, aber im Wasser muss ich nicht unbedingt zur selben Zeit sein.Wir beobachten die Tiere eine Weile, machen dann einen Abstecher zur Station des Nationalparks, wo ein ziemlich schöner Leguan faul in der Sonne rumlungert und machen uns auf zu unserem zweiten Tauchgang.

Iguana

Iguana

Ich möchte auf keinen Fall sagen, dass ich enttäuscht war. Aber das Tauchen fand ich nicht ganz so besonders, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir hatten einen tollen Tag, an dem alles reibungslos funktioniert hat und waren in guter Gesellschaft aber die Tauchplätze hätte ich mir toller vorgestellt.

Die beiden Tauchgänge am Tag darauf direkt hinter der Rifflinie in Mahahual gefallen mir ehrlich gesagt sondern ein klein bisschen besser.
Alles in allem war der Trip sehr lohnenswert, wir hatten eine gute Zeit und mal ein bisschen Abwechslung zu den perfekten Tauchplätzen in Cozumel.
Ein kleines Video gibt es auch noch:

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager, Certified ScrumMaster und DiveMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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