Ausrüstung

Über die Ausrüstung hab ich mir schon ziemlich früh Gedanken gemacht. Hauptsächlich weil ich es liebe zu Globetrotter zu gehen und zu stöbern.

Auf meinen letzten Reisen war ich mit einem 90+10-Liter Rucksack unterwegs. Ich habe also immer viel zu viel Ausrüstung und Kleidung mit mir rumgeschleppt. Die Idee bei der Anschaffung des überdimensionalen Rucksacks war, dass man ihn ja nicht voll machen muss, fest schnüren kann und dann bei der Rückreise noch jede Menge Platz geschaffen werden kann für Mitbringsel und Einkäufe. Klappte natürlich nie! Wenn man noch Platz im Gepäck hat, dann nutzt man ihn auch. So meine Erfahrung!

In 3 Wochen Vietnam hatte ich so viele „Outfits“ und Ausrüstung dabei, dass ich etwa die Hälfte nur mit mir rumgetragen habe ohne sie auch nur einmal zu benutzen.

Daher ist für meine 6-monatige Reise durch Südostasien ein neuer Plan entstanden: Ich möchte mit möglichst wenig Platz und leichtem Gepäck auskommen. Ich bin also zu Globetrotter in Hamburg Barmbek geradelt und habe mir verschieden mögliche Rucksäcke angesehen. Hängengeblieben bin ich bei einem sehr schmalen, leichten Trekkingrucksack von Deuter, dem Deuter Guide 35+. Tatsächlich habe ich mich ein bisschen in den Rucksack verguckt. Mittlerweile wird mir ein ganz klein wenig flau ob ich mein Leben wirklich so „simplifyen“ kann für 6 Monate, dass ich mit 45 Litern und etwa 10 Kilo Gepäck auskomme. Es bleibt spannend. Der Deuter hat schon diverse Wandertests bestanden und trägt sich wirklich toll. Muss ich halt mehr in meiner Umhängetasche unterbringen und die Schuhe bei Nichtbenutzung außen an den Rucksack hängen. Mal sehen ob ich noch fluche, aber eigentlich gefällt mir das Vorhaben wenig Platz für Quatsch zu haben und mich auf das Wichtige zu beschränken. Was für die Reise an sich gilt kann ja auch für die Ausrüstung gelten.

An sich braucht man nicht viel und alles man doch braucht und nicht dabei hat kann man auch unterwegs besorgen. Wirklich wichtig sind nur ein paar wenige Dinge: der Reisepass, Kreditkarten, Bargeld, Traveler Schecks, die wichtigsten Telefonnummern und Kontaktadressen. Kopien des Passes und jede Menge Passbilder für Visa sind hilfreich. Im Prinzip reichen für eine sechsmonatige Reise genauso wie für eine 3-wöchige Kleidung für etwa zehn Tage. Wichtig ist ein paar gute und feste Schuhe! Ich reise eigentlich nicht mehr ohne meinen Schlafsack, ein kleiner leichter Baumwollschlafsack, der mir schon oft gute Dienste geleistet hat. So ist es mir eigentlich egal wie das Laken aussieht und auch das Kopfkissen macht mir keine Hygieneangst mehr. Zudem ein kleines Mikrofaserhandtuch. Und auch ohne Panzertape und Kabelbinder vereise ich eigentlich nicht mehr. Damit habe ich schon im Dschungel in Nordthailand meinen gerissenen Rucksack vorübergehend repariert, ohne Kabelbinder wäre ich da wirklich aufgeschmissen gewesen. Klassiker wie eine Schnur um Wäsche aufzuhängen, einen Plastikhaken mit Saugnapf um ein Handtuch oder die Kleidung aufzuhängen auch wenn es keinen Haken gibt, eine Taschenlampe und ein Taschenmesser und Oropax sind genau wie Sicherheitsnadeln fester Teil meiner Ausrüstung. Dazu kommen Hygieneartikel und eine kleine First-Aid-Ausrüstung (Malariaprophylaxe, Insektenschutzmittel, Desinfektionsmittel, Pflaster und Blasenpflaster, ein Fieberthermometer und Schmerztabletten, etwas gegen Durchfall und etwas gegen Verstopfung und ein Breitbandantibiotikum). Das wars eigentlich schon. Mal abgesehen von der Elektronik. Ich werde wohl mein iPad und iPhone, ein altes Telefon mit SIM-Kartenslot für eine einheimische SIM-Karte (die Prepaidkarten sind in der Regel keine Micro-SIMs) und eine Kamera mitnehmen. Der Kindle ist aus meiner Reisetasche nicht mehr weg zu denken. Da ich unterwegs bloggen möchte werde ich auch eine drahtlose kleine Tastatur in meine Tasche stecken. Notizbücher und ein Stift und ein Buch. Summiert sich doch ganz schön.

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