Kambodscha Sihanouk Ville

Sextouristen in Kambodscha

Victory Hill

Ein paar Tage schon schaue ich mir das „wilde Treiben“ auf dem Victory Hill in Sihanouk Ville, Kambodscha an und ich kann nicht anders als mich angewidert aufzuregen! Horden widerlicher und unterdurchschnittlicher Sextouristen haben dieses schöne Fleckchen Erde übervölkert und stolzieren durch die Amüsierstrasse als wären sie ein Gottesgeschenk an die Frauen. Loser, mit denen schon lange keine Frau mehr unentgeltlich geschlafen hat und die zu Hause ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen machen hier auf dicken Max weil sie 3 Mark 50 mitgebracht haben. Die erste Frage an Neuankömmlinge beim Frühstück unter den „Herrenrunden“ lautet in der Regel ob derjenige alleine nach Hause gegangen ist. Wenn derjenige verneint erschallt erstmal widerliches Alte-Männer-Lachen gefolgt von der Frage nach Einzelheiten. „Sie war schon ganz gut.“ ist da die harmloseste Antwort. Und diese Typen die eine Frau auch dann nicht befriedigen könnten wenn sie es denn wenigstens versuchen würden sprechen über die Frauen als wären sie Sexspielzeuge. Widerlinge, die zu Hause in Deutschland, England, Österreich, Schweiz und wo sonst noch eher zum unteren Fünftel der Gesellschaft gehören. Und ich schäme mich, schäme mich für den Deutschen der der hochschwangeren Kambodschanerin die auf der Strasse vorbeiläuft zuruft „Who is the father?“ und einen Abzählreim durch die Runde seiner Freunde macht. Und für alle die lachen. Ich schäme mich für den Typen der stolz erzählt, dass die „Schlampe“ 30 Dollar für die Nacht wollte, er aber ja nicht blöd ist und sie auf 23 Dollar runtergehandelt hat. Die Typen, die jede Kambodschanerin die an ihnen vorbeiläuft für eine Prostituierte halten und sie blöd anmachen. Und für den Österreicher der erzählt, dass Pattaya auch nicht mehr das ist was es mal war weil die Weiber alle so verbraucht sind und da ja alle hinfahren. Schmerbäuchige Loser, die hier rumstolzieren und sich gegenseitig verbrüdern und in einer widerlichen Art über die Kambodschaner sprechen. Ich kann nicht beurteilen wie es hier mit der Pädophile aussieht, aber ich wage zu behaupten dass es 90 Prozent der Typen egal ist ob die Frauen über 18 sind. Beispiele gibt es genügend, etwa erst vor kurzem ein 65-jähriger Schwede, der in Bangkok eine elfjährige Kambodschanerin kaufen wollte.
Und wenn ich einen Schweizer höre der sagt das nächste Mal würde er sich noch vor Ort überzeugen ob die Frau wirklich komplett rasiert ist bevor er sie mit nimmt zweifle ich an gar nichts. Diese Typen bumsen sich hier durch die Gegend und ich glaube am meisten regt mich auf, dass sie auch noch denken das sie tolle Hechte sind. Keine Spur von Bescheidenheit, keine Spur von Freundlichkeit.
Und wer denkt, dass es ja ein faires Geschäft Dienstleistung gegen Geld ist sollte sich mal vor Augen führen welche Wahl diese Frauen haben. Sie sind arm und versuchen sich und ihre Familien durchzubringen. Im schlimmsten Fall nehmen die Männer die Frauen mit nach Hause nach Deutschland, Schweden, Österreich oder die Schweiz wo ihnen eine trübseligere Zukunft bevor steht als sie sie hier haben. In Sozialwohnungen an der Armutsgrenze in einem kleinen Örtchen versauern sie und hatten die Hoffnung von einer besseren Zukunft.

Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte!

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager, Certified ScrumMaster und DiveMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

7 Kommentare

  1. oh ja, davon kann ich ein Lied singen. Ich war mit meinen Kindern dort, 6 Mädchen und ein Junge plus 2 Mütter. Frage von den von Dir beschriebenen tollen Männern: „ey Alter, gibts Du uns eine ab?“ Wir fahren nicht mehr dorthin, nur noch nach Kep und nur noch in private Pensionen bei netten Familien.
    Übrigens sitzen auch zwei Deutsche im Knast von Phnom Penh, 16 und 30 Jahre für Kindesmissbrauch im allerschwersten Fall. Beide Lehrer aus Berlin.
    Schön das Du öffentlich daüber schreibst, leider konnte ich das nicht in meinem Buch.
    Ich wünsche Dir noch viele – schönere Erlebnisse in Kambodscha, dazu gibt es viel mehr Gelegenheit.
    Melde Dich bevor Du in Phnom Penh bist, dann melde ich Dich bei meinen Kindern an, OK? Herzlichen Gruß, Jochen

  2. Wir sind seit 2001 jeden Urlaub in Kambodscha. Aber genau das was du beschreibst ist der Grund warum wir uns soweit wie möglich von den Touri-Zentren fernhalten und lieber im Hinterland das wahre Kambodscha geniesen. Mann kann sich manchmal wirklich nur schämen für seine Landsleute…

  3. Dies ist leider kein rein kambodschanisches Problem. Ich selber lebe seit vielen Jahren in Thailand und meiner Meinung nach, nimmt die Qualität der Touristen immer mehr ab. In Pattaya verhalten sie sich nicht anders als in Sihanouk Ville. Die gleichen widerlichen Sprüche. Sie haben das Mädchen „gemietet“ und die hat zu tun was der Massa befiehlt. Ich bin kein Moralapostel, aber andere Menschen sollte man respektieren, egal was sie machen.

  4. Hallo,

    Werde in 3Tagen für 3 Wochen nach Kambodscha fliegen. Wir wollen quer durch Land fahren und am Ende noch 4 Tage am Beach verbringen. Hoffe ich kann diesen Touristen entgehen.
    Petra

  5. Lebe seit lägerer Zeit in SHV. Habe diese Männer nie zu
    Gesicht bekommen. Und am Viktory Hill ist die meiste Zeit absolut
    nichts los. Der Sextorismuss macht hier nicht einmal 10% aus. SHV
    ist ein sehr schöner Ort um sich zuerholen aber nur bedingt
    geeignet als Riesenpuff. Da geh mal nach Thailand oder auf die
    Philipinen.

  6. Leider wahr! Ich lebe hier in Phnom Penh mit meiner
    kambodschanischen Frau und unserer 16jährigen Tochter. Zuvor haben
    wir in der Schweiz gelebt. Auch nicht ganz einfach für ein Kind mit
    dunkler Hautfarbe. Aber nun ist Sie ein 16jähriges hübsches Mädchen
    und hat auch hier mit Nachteilen zu kämpfen. Geht Sie mit mir weg,
    werde ich bei den Touristen für ein Sextourist gehalten, der mit
    einem jungen Mädchen rumläuft. Geht Sie alleine weg, wird Sie von
    Touristen eindeutig angesprochen. Ihr solltet mal die Gesichter
    dieser Touristen sehen wenn Sie auf english oder perfektem
    Schweizerdeutsch sagt, was Sie von Ihnen hält. Wir könnten Bücher
    schreiben……….

  7. Irgendwie furchtbar traurig das Ganze – Nur weil die Grenze zwischen den eigenen triebhaften, pervertierten Wunschfantasien und der Realisierbarkeit derselbigen verschwimmt, geht jegliches moralisches und ethisches Empfinden flöten. Aber jene, die meinen, dass die Qualität der Touristen mit den Jahren abgenommen hat: Das glaube ich gar nicht mal so sehr: Immerhin wurde diese Sextouristen- und „eastern wild west“-Mentalität sehr ausführlich, explizit und schockierend in dem Buch „Off the Rails in Phnom Penh“ dargelegt und das Buch dürfte von Mitte der 90er sein. Auf jeden Fall ist es widerwärtig anzusehen, wie sehr Menschen sich gehen lassen, weil ihnen der Respekt und die Empathie gegenüber einer fremden Kultur fehlt.