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Ich packe meinen Rucksack…

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Young woman with luggage…und nehme auf jeden Fall mit…

Ich bin mit relativ schmalem Gepäck gereist, ein 35 Liter Trekking-Rucksack mit etwa 10 – 12 Kilogramm und mein Handgepäck. Ein paar Dinge hätte ich gut und gerne weg lassen können, einige habe ich auf dem Weg immer mal wieder zurückgelassen. Die meisten Dinge kann man überall einfach und günstig nachkaufen wenn nötig. Aber es gibt auch ein paar Teile, ohne die ich eine solche Reise nicht mehr machen würde:

Rucksack

Im Nachhinein muss ich zugeben, dass mich 10 Liter mehr auch nicht umgebracht hätten. Trotzdem mag ich meinen kleinen aber feinen Deuter. Die Qualität ist sehr gut und robust, er lässt sich einfach und bequem tragen und er ist so schmal, dass man auch in engen Gassen nirgends hängen bleibt oder etwas runterreisst. Und wahrscheinlich ist ein 10 Liter größerer Rucksack genauso voll, weil man eben doch mehr mit nimmt. Manchmal war es eine Herausforderung ihn zu packen und noch zu zu bekommen aber ich werde ihn so schnell nicht austauschen.

Schlafsack

Fast das wichtigste Accessoire ist für mich mein Schlafsack gewesen. Gerade in Budgetunterkünften in Asien traf ich oft auf ein anderes Sauberkeitsverständnis als meines. Vielleicht war die Bettwäsche in Zweifelsfällen ja auch wirklich gewaschen worden nach dem letzten Gast. Vielleicht auch nicht. Schmuddelig und schmutzig war sie oft. Anfangs habe ich das noch gelegentlich moniert. Meistens mit dem Ergebnis, dass ich „neue“ Bettwäsche bekam die genauso abgeranzt aussah. Manchmal gab es gar keine Bettwäsche und manchmal keinen Bettbezug. Mit meinem Schlafsack war mir das nach einiger Zeit alles immer ziemlich egal. Man berührt das Bett nicht, man kann den Kopfkissenteil über das ranzlige Kopfkissen ziehen und fertig. Und morgens mal schnell ausgewaschen wenn nötig ist die leichte Baumwolle abends trocken. Und wahnsinnig viel Platz nimmt er auch nicht weg.

Wasserdichte Taschen

Ich hatte eine Tauchertausche, eine sogenannte Dry Tube mit 15 Liter Fassungsvermögen mit, hab mir unterwegs dann noch eine kleinere zugelegt. Sowohl in der Regenzeit als auch in Nachtbussen und -zügen und an allen Orten die etwas unübersichtlich waren habe ich meine Wertsachen immer gut verwahrt gewusst. Auf Weiterreise kam meine Umhängetasche einfach in die Tauchertasche und auch der härteste Regen kann dem Inhalt nichts anhaben. Und da man nicht so einfach reingreifen kann (aufschneiden kann man die Taschen natürlich) und ich mich beim schlafen im Bus einfach irgendwie auf die Schnalle gelegt habe musste ich auch um meine Kamera und mein Portemonnaie keine Angst haben. Ausserdem hatte ich noch ein paar kleine Loksak-Beutel dabei. Am Strand zum Beispiel Gold wert wenn man sein Handy mitnehmen muss (weil man es nicht im nicht-abschließbarem Bungalow liegen lassen will).

Mikrofaserhandtuch

Oft genug gibt es in Budgetunterkünften kein oder nur ein ekliges Handtuch. Dafür sind Mikrofaserhandtücher
ideal. Das Abtrockenerlebnis ist vielleicht nicht ganz so schön und flauschig und es fühlt sich eher an als würde man mit einem Fensterleder über die Haut rubbeln. Aber praktisch sind sie. Trocknen schnell, sind platzsparend und praktisch.

iPhone / iPad

Im Urlaub kann man ja noch sehr gut darauf verzichten und vor ein paar wenigen Jahren sind Leute auch auf lange Reisen gegangen ohne ein Smartphone, ein Tablet und eine Datenflat in jedem Land zu haben. Auch heute machen das sicher noch viele. Aber ich kann und mag nicht darauf verzichten. Zum einen habe ich alle meine Artikel für diesen Blog auf dem iPad geschrieben, zum anderen habe ich jede Menge Apps genutzt die mir das Leben erleichterten. Ich konnte von quasi überall mit Freunden und Familie skypen, Whatsappen und mailen. Ich habe meine Ausgaben in Trail Wallet festgehalten, mit Agoda meine Unterkünfte gebucht und ich habe häufig Google Maps benutzt. Zwischendurch musste ich mir etwas wehmütig eingestehen, dass die Zeiten in denen man mal wirklich verloren gehen konnte und nicht einfach GPS benutzte eigentlich auch ganz schön und spannend waren aber letzten Endes haben die vielen kleinen Helferlein für mich mehr Vorteile als Nachteile.

Kindle

Ich lese gerne. Manchmal mehr, manchmal weniger. Ich habe Bücher. Nicht übertrieben viele, aber auch nicht unbedingt sehr wenige. Ich mag das. Ich mag es auch gerne Bücher nach Jahren mal wieder aus dem Regal zu nehmen und darin zu blättern. Ich mag blättern. Ich hab den Kindle nie verstanden. Ich glaube auch nicht, dass ebook-Reader das Buch irgendwann komplett ersetzen werden. Ich hoffe es nicht. Ich käme nie auf die Idee mich gemütlich auf die Couch zu legen und es vorzuziehen den Kindle in die Hand zu nehmen und darin zu lesen statt in einem Buch. Aber auf Reisen ist so ein ebook-Reader Gold wert. Der Akku hält ewig, das Teil ist leicht und platzsparend und per WLan lässt sich von überall Lese-Nachschub besorgen. Ich habe auf meiner Reise 43 Bücher gelesen. Ohne den Kindle wäre das nie möglich gewesen. Natürlich gibt es Buchshops in größeren Städten mit englischer und auch deutscher Auswahl. Aber einerseits ist das oft gar nicht so billig, es gibt nur eine sehr beschränkte Auswahl („The Beach“ gibt es aber überall in allen Sprachen. Puh!) und die Bücher sind dann wieder eher unhandlich. Die Preispolitik für eBooks kann ich nicht nachvollziehen, aber das ist wieder ein anderes Thema. Zuhause wird der Kindle wohl eher nicht zum Einsatz kommen. Für unterwegs ist er großartig.

Externe Batterie

Ich bin Gadget-süchtig. Ich habe jede Menge Geräte mit und brauche das auch. Von iPhone über iPad und iPod hin zum Kindle und Bluethooth-Kopfhörern, damit mich das Kabelgeraffel nicht so stört. Ich habe eine Kamera (und dafür einen Ersatzakku) und… nein, das wars. Ich werde gelegentlich hochmütig belächelt und ich versteh das nicht jeder so viel „Elektro-Zeug“ ständig mit sich rum trägt. Muss man ja auch nicht. Ich möchte das aber. Das alles braucht aber Strom und den hat man nicht immer zwingend auf Reisen überall. Und die Erfahrung zeigt, dass diese Geräte immer dann leer werden wenn man sie gerade ganz gut brauchen könnte. Und dann hat man auch keine Steckdose parat. Für den Fall habe ich von zu Hause einen Akku Pack mitgebracht, der mir aber kaputt gegangen ist. In Vietnam habe ich ihn ersetzt und eine ziemlich zuverlässige Batterie erhalten. Voll aufgeladen lädt es das iPhone fast zweimal neu auf.

Leatherman

Von meinem Vater habe ich einen Leatherman Skeletool mitbekommen. Ein Messer braucht man immer wieder mal und sei es nur um auf dem Markt gekauftes Obst zu zerteilen. Das Skeletool hat nicht zu viel Schnick Schnack, ist klein und handlich und das Messer scharf. Ein paar Mal war ich kurz davor den Leatherman zu verlieren, als ich zum Beispiel vergass ihn aus dem Handgepäck zu nehmen und einzuchecken. Zudem habe ich gehört, dass Fluggesellschaften gelegentlich solche Sachen selbst aus dem eingecheckten Gepäck entfernen. Mir ist das Gott sei Dank nicht passiert.

Ladycup

Ok, die Herren. Das ist jetzt für euch eher uninteressant und ihr könnt guten Gewissens diesen Punkt überspringen. Aber für Frauen auf längeren Reisen stellt sich alle vier Wochen ein kleines Problem. Und wenn man so wie ich ungern in einem laotischen Holzbudensupermarkt erklären möchte, dass man Tampons braucht ist ein LadyCup auf Reisen ideal! Nimmt keinen Platz weg, verursacht keinen Müll, ist sauber und hygienisch!

Yoda

Nun gut, ohne Yoda KANN ich einfach nicht mehr reisen.

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Was darf bei euch auf keinen Fall im Gepäck fehlen?

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager, Certified ScrumMaster und DiveMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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