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Die Ruinen von Uxmal

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Buddhistische Tempelruinen hab ich schon ein paar gesehen. Ich war in Ayuthaya, in Sukothai, ich war in Angkor. Aber Mayaruinen sind mir noch keine unter gekommen. Ich weiß auch eigentlich nicht viel über die Kultur der Maya, nur dass viele ein bisschen nervös waren am 21.12.2012 weil an diesem Tag der Mayakalender endete, der doch vorher schon häufiger gar nicht mal so falsch lag in seinen Vorhersagen.

Auf meinem Weg von Merida nach Campeche mache ich Zwischenstopp in Uxmal. Die Ruinen von Uxmal sind ein UNESCO-Weltkulturerbe (und ich mag UNESCO Weltkulturerben) und als solche sehr gut restauriert. Sie gelten als eine der sehenswertesten Mayaruinen in Yuacatan und daher ist es nur recht und billig dass ich sie als erste besichtige.

Uxmal war die größte Metropole der späten klassischen Mayaperiode und wurde zwischen dem 7ten und 10ten Jahrhundert erbaut. Das eindrucksvollste Gebäude ist das Haus des Magiers. Die 35 Meter hohe Pyramide kann man nicht übersehen direkt am Eingang. Besteigen kann man sie seit ein paar Jahren nicht mehr aber allein der Anblick von unten ist eindrucksvoll. Immer wieder faszinieren mich die Stufen und Frage mich, wieso sie so steil angelegt wurden. Ein Aufstieg, und vielmehr noch der Abstieg ist bestimmt furchteinflösend und wenn ich mir vorstelle, dass man auch noch etwas rauf oder runter transportieren wollte, kann ich mir nicht vorstellen, dass es nicht einfacher gewesen wäre die Stufen etwas weniger steil zu konstruieren. Aber mich fragt ja keiner, ich bin ja kein Mayabaumeister.

Haus des Magiers in Uxmal

Haus des Magiers in Uxmal

Da ich in Uxmal übernachtet habe kam ich in den Genuss einer anfangs leeren Ruinenstadt. Um 8 Uhr morgens öffnen die Pforten und um pünktlich um 8 Uhr morgens machte ich mich an den kurzen Aufstieg. Gegen 11 Uhr, als ich die Ruinen wieder verlassen habe war schon alles voller Tagesausflügler aus Merida, es lohnt sich also mindestens eine Nacht einzuplanen. Ich hab etwas fehl geplant und drei Nächte gebucht. Außer der Ruinenstadt ist hier im Umkreis von 15 Kilometern nichts. Und ich meine wirklich NICHTS. Auch das 15 Kilometer entfernte St. Elena hat man getrost in einer halben Stunde besichtigt. Silvester war hier ein bisschen langweilig, aber in Hacienda Uxmal gab es einen schönen Pool und ein paar Tage totale Ruhe kann ich ganz gut aushalten.

St. Elena

Das Nonnenviereck ist ein weiteres großes Gebäude der Anlage. Wahrscheinlich wurde dieses Gebäude als eine Art Schule für Heiler, Shamanen und Priester genutzt. Ganz allein in diesem riesigem Komplex zu stehen ist beeindruckend. Überall hört man Vögel piepen, die in den Gebäuden nisten und der Morgennebel der über dem Gelände hing war sogar ziemlich schön.

Nonnenviereck Uxmal

Nonnenviereck Uxmal

Es gibt noch einige Gebäude mehr zu besichtigen, do zwei Stunden kann man hier ganz gut verbringen. Dafür zahlt man etwa 8€ Eintritt.

Alle Bilder aus Uxmal gibt es auf Flickr.

 

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager, Certified ScrumMaster und DiveMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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