Ho Chi Minh Stadt Vietnam

Der zweite Besuch in Ho Chi Minh Stadt

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Nach einer sehr entspannten Woche auf Phu Quoc sollte ich also wieder zurück in den Trubel einer verrückten Großstadt kommen. Ich entschied ich mich nach Saigon zu fliegen und diese Strecke nicht per Boot und Bus zu nehmen. Erstens dauert es ziemlich lange und Busfahrten über sieben Stunden machen mich in der Regel nur aggressiv und zweitens hatte ich einen sehr günstigen Flug mit Vietnam Airlines ergattert. Für schlappe 40€ in nur einer Stunde in Saigon zu sein klang einfach zu verführerisch.

Dong Khoi und das Rex Hotle

Dong Khoi und das Rex Hotle

Und damit kam ich zurück in die Stadt, in der ich letztes Jahr überraschend alleine gelandet war. In der quasi alles seinen Anfang nahm, weil ich festgestellt habe wie schön es ist alleine zu reisen und wie gut es mir tut. Wie viel freier man ist und wie viel mehr Spannendes man erlebt und wieviele interessante Menschen man auf dem Weg trifft. Es war spannend und aufregend in diese Stadt zurück zu kommen. Zu sehen was alles gleich geblieben ist und was sich doch alles verändert hat. Fast eine Woche war ich im Dai Huy Hoang Hotel zwischen der Pham Ngu Lao und der Bui Vien untergebracht. Mitten im Backpackerviertel. Das Hotel liegt gut und ist mit 10$ pro Nacht für Saigon günstig, die Zimmer groß. Das war aber auch schon alles nette, was man darüber sagen kann. Das Personal hat offensichtlich keine Lust Gäste zu haben und ist sehr bequem. Toilettenpapier gibts nur auf Nachfrage, genau wie frische Handtücher. Als ich darum bat meinen Mülleimer zu leeren waren die Damen und Herren leidlich genervt. Ich allerdings war auch ziemlich faul. Zu faul um schon wieder umzuziehen und ganz schön angeschlagen. Warum wusste ich erst nicht, erst als mein Zahn und Kiefer übel schmerzten und herauskam, dass ich eine ausgewachsene Wurzelinfektion mit mir herum geschleppt habe erklärte sich mir meine Schlappheit.

Julia, mit der ich im Moment reise und ich beschlossen, dass vier Wochen Vietnam nicht reichen werden und wir noch in Saigon unsere Visa um weitere vier Wochen verlängern wollen. In einer der vielen Travel Agencies ist das für 20$ auch kein Problem und dauert 4 Werktage. Da wir uns an einem Samstag dazu entschieden mussten wir fast eine Woche auf unsere Reisepässe mit dem Stempel warten.

Um zwei Tage aus der Stadt zu kommen schloss ich mich Julia und eine Zwei-Tage-Tour durchs Mekong Delta. Letztes Jahr hatte mir das sehr gut gefallen. Die Tour dieses Jahr war leider nur halb so schön. Eine große Gruppe und ein Guide der seinen straffen Zeitplan einhalten wollte und dabei auch noch sehr unlustig war haben mir das alles ein bisschen verdorben. Die Stops waren fast die gleichen wie im letzten Jahr, ich denke mal das unterscheidet sich selten. In Can Tho waren wir sogar im gleichen Hotel untergebracht. Zum Floating Market von Can Tho sind wir erst gegen 8 Uhr aufgebrochen. War nicht annähernd so beeindruckend wie letztes Jahr, als wir gegen 5:30 Uhr dort waren und dem Handel zusehen konnten. Ich würde eine solche Tour nicht mehr in einer großen Gruppe machen sondern lieber ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen und einen Guide für eine kleine Gruppe buchen. Der Trip war inklusive Unterkunft, Lunch, Transport und diversen Kleinigkeiten mit 16€ spottbillig.

Floating Market Can Tho

Floating Market Can Tho

Zurück in Saigon wechselte ich endlich das Hotel und kam im Giang Son 2 nur eine Tür weiter unter. Mit 20$ pro Nacht teurer, aber das war es definitiv wert. Sehr saubere und freundliche Zimmer, tolles und hilfsbereites Personal und ein angenehmer Aufenthalt.

Eines der Highlights in Saigon war eine Kunstaustellung in einem sehr luxuriösem Anwesen eines vietnamesischen Künstlers, der dort unter anderem mit seinem Schwiegersohn aus der Schweiz wohnt inklusive einer sehr bekloppten Kunstperformance. Mit der Kunst und der Performance konnte ich nicht viel anfangen, das Haus und der Garten allerdings waren sehr beeindruckend. Da hätte ich an Stelle des Schweizers auch eingeheiratet. Zudem waren alle sehr nett, jede Menge Vietnamesen, Schweizer und Deutsche waren eingeladen. Wie ich da gelandet bin? Julia hatte in Kambodscha eine Vietnamesin kennengelernt, die in England aufwuchs und vor ein paar Jahren zurück nach Vietnam ging. Diese Freundin besucht jede Menge Ausstellungen und Veranstaltungen und hat uns netterweise mitgenommen zu diesem außergewöhnlichen Abend.

Mai-Khoi, Julia und ich

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager und Certified ScrumMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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