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Tauchen rund um Koh Lanta

Tauchen Koh Lanta 2014

Ich war ja die letzte die gedacht hätte, dass ich so schnell wieder zum Tauchen komme. Bevor aber auch bei mir der Ernst des Lebens wieder weitergeht verbringe ich noch ein paar Wochen in Thailand an der Andamanen See. Schon wieder Thailand? Wie langweilig mag man sich denken. Aber ich mag Thailand, auf der Westseite war ich auch noch nie und es musste alles etwas schnell gehen. Jedenfalls hab ich mir von Bangkok aus einen Flug nach Krabi genommen, mich von meinem Tauchcenter dort abholen und nach Koh Lanta bringen lassen. Ich reise das erste Mal mit meiner kompletten Tauchausrüstung und hatte inklusive Klamotten mit 14,7 Kilo doch erstaunlich wenig Gepäck zu schleppen. Untergekommen bin ich am Klong Dao Beach in den sehr netten Lanta Bee Garden Bungalows wo man je nach Verhandlungsgeschick, Saison und Aufenthaltsdauer zwischen 15 und 25 Euro für einen sauberen Bungalow am Strand bezahlt. Vom mit dem Motorbike etwa fünf Minuten entferntem Saladan aus geht es dann fast täglich mit der deutschen Tauchschule Koh Lanta Diving Center zu den Riffen rund um Koh Lanta und Koh Pi Pi. Ich vermisse ein bisschen die Herzlichkeit und Bemütheit der mexikanischen DiveMaster im Vergleich zu den deutschen hier. Die Saison ist fast zu Ende und es werden nicht mehr allzu viele verschieden Tauchplätze angefahren. Aber ein paar kommen dann doch zusammen.

Koh Hah

Koh Hah ist eine kleine Inselgruppe bestehend aus fünf Inseln und mit der kürzesten Anfahrt von Koh Lanta aus verbunden. Leider haben mich die ersten beiden Tauchgänge auf Koh Hah 5 und 1 etwas enttäuscht. Zum einen hatte ich doch unerwartet viel damit zu tun mich wieder einzufinden und mit der neuen Ausrüstung zurecht zu kommen, zum anderen fand ich es hier auch ein wenig blass und leblos. Keine wirklich lebenden Korallen, keine großen Fische und beim ersten Tauchgang ging mir nach nur 42 Minuten schon die Luft aus. Die letzten beiden Tauchgänge auf Koh Lanta führten mich dann wieder nach Koh Hah, diesmal auch zur Koh Hah Yai Cathedral, was wiederum beeindruckend war. Ein Unterwasserhöhle mit Frischluftblase besuchten wir nach etwa 15 Minuten unseres Tauchgangs. Hier aufgetaucht erlebt man ein Phänomen. Da die Luftfeuchtigkeit in der Höhle extrem hoch ist wird bei jeder Unterwasserbewegung das Wasser ein wenig nach oben gedrückt und in der Höhle wird es vor lauter Luftfeuchtigkeit neblig. Wenn das Wasser wieder abfließt ist der Effekt weg. Das ganze spielt sich innerhalb von Sekunden ab und war ziemlich spannend.

Seegurke

Koh Yung Pinnacle

Koh Yung Pinnacle am zweiten Tauchtag hat mir gut gefallen. Alles in allem eher unspektakulär aber schön. Wie ein kleiner Unterwassergarten wirkt das hier. Wir sind netten kleinen Feuerfischen begegnet und hatten einen wirklich netten Tauchgang bei dem ich auch deutlich besser mit der Luft auskam.

Feuerfisch

Hin Klai

Als unser Boot gerade in Hin Klai ankam und ein Crewmitglied auf der Suche nach der Bojenleine ins Wasser sprang schrie er auf einmal vor Freude auf. Ein noch recht junger Walhai zog gerade seine Kreise und ziemlich schnell waren wir im Wasser. Ein wirklich beeindruckendes Tier, sehr sanft und gemütlich und neugierig zieht es durchs Wasser. Völlig aus dem Nichts taucht leider eine große Gruppe Schnorchler auf, kommt dem Walhai für unser aller Geschmack zu nahe, einzelne berühren ihn. Genervt zieht er ab und wir machen eine Runde unter Wasser, schließlich sind wir wegen den Leopardenhaien hier. Und wir sehen auch einen der uns sehr nahe kommt. Der Walhai kommt dann auch noch mal kurz vorbei um Hallo zu sagen. Ein wirklich beeindruckender Tauchgang.

Pee Pee Palong

In Pee Pee Palong bei Koh Phi Phi wollten wir uns eigentlich auf die Suche nach Blacktip Haien machen. Eigentlich sollten sie hier sein. Auch wenn mir keiner begegnet ist hat mir der Tauchplatz gefallen. Beim zweiten Mal in Pee Pee Palong eine Woche später haben wir dann auch Haie gesehen. Schlüpfrige kleine Scheisserchen, die sich nicht fotografieren lassen wollten. Und endlich auch meine erste Schildkröte seit Mexiko. Ich liebe Schildkröten. In Pee Pee Palong kommt man am Maya Beach vorbei. DER STRAND. Aus The Beach. Nicht sehr verlassen ankern hier dutzende Boote um Touristen auf den Spuren des Films wandeln zu lassen. Ich bin froh, dass wir nur dran vorbei gefahren sind.

Maya Beach

Hin Bida

Ich weiß gar nicht mehr genau, was uns eigentlich in Hin Bida erwarten sollte. Letzten Endes haben wir auch nichts gesehen. Außer einem fantastischen Walhai, der sowohl uns Taucher als auch die Schnorchler eines anderen Bootes in seinen Bann zog. Wirklich tolle Tiere, sehr majestätisch und sehr schön. Und sehr mächtig. Und es ist wirklich großes Glück, dass ich so früh in meinem Taucherdasein diesen schönen Tieren begegnen konnte.

Walhai

Hin Muang

In Hin Muang war ich zweimal tauchen und ich werde nie vergessen wie ich hier das erste Mal in meinem Leben auf Mantarochen getroffen bin. Wunderschöne Tiere, die so majestätisch durch das Meer schwimmen, dass man nur fasziniert sein kann. Einige sind uns hier untergekommen, teilweise fünf Meter groß und daher habe ich auch von dem Tauchplatz an sich kaum etwas mitbekommen. Ich konnte nur den Mantas zusehen. Adlerrochen hatte ich in Mexiko schon zu Gesicht bekommen und auch die fand ich wunderschön. Die Mantas sind aber noch mal ein Stückchen größer und kamen uns teilweise so nahe dass wir sie berühren hätten können.

Hin Daeng

Und wo Hin Muang schon beeindruckend war hat uns Hin Daeng umgehauen. Hier ist eine Mantaray Cleaning Station. Die Rochen kommen hier vorbei um sich von den hier lebenden Fischen reinigen zu lassen. Eine faszinierende Einrichtung der Natur. Und ein Tummelplatz für Rochen. Gerade wenn man einem beim wegschwimmen zusah zeigte jemand hinter oder über einen und da kam schon der nächste. Etwa 20 Tiere hatten wir pro Tauchgang. Zweimal war ich hier und genug davon kann man nicht bekommen.

Tauchen auf Koh Lanta war für mich etwas weniger spektakulär als in der Karibik. Ich mag große Fische, viele Schildkröten und lebendige bunte Korallen. Die Sicht war in Cozumel deutlich besser und bei meinen mexikanischen DiveMastern habe ich einerseits sehr wohl, andererseits sehr gut unterhalten gefühlt. Aber die Walhai und die Mantarochen waren natürlich unglaublich. Schwer zu entscheiden, muss ich aber Gott sei dank auch nicht. Jetzt kommt noch mal ein besonderes Schmankerl meiner Tauchreise. Für drei Tage und zwei Nächte geht es auf ein Liveaboard in Richtung Similan Islands. Ein Taucherhighlight, das ich mir nicht nehmen lasse. Die ersten Versuche meine Tauchgänge unter Wasser zu bebildern finden sich hier. Ich übe aber noch…

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager und Certified ScrumMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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