Amerika Mexiko

Eine kleine Odysee

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Hamburg – Amsterdam – London – New York – Cancun. Gut, mein Gepäck hat es nur bis New York geschafft und ich war mir eigentlich auch sicher, dass ich meinen Anschluss verpasse. Irgendwie hab ich den Weiterflug dann doch erwischt und es bis in mein Hostel in Cancun geschafft.

Amsterdam hätte ich mir um ehrlich zu sein sparen können. Irgendwie hatte ich die lustige Idee vor der Abreise nach Mexiko noch einen kleinen Zwischenstopp hier einzulegen. Allerdings ist bei Nieselregen und Kälte durch eine Stadt voll weihnachtlicher Dekoration zu wandeln für einen Sonnengrinch wie mich überraschend wohl nicht das richtige. Auf Museen hatte ich nicht richtig Lust und das Wetter hat leider nicht viel anderes möglich gemacht. Aber eineinhalb Tage sind einfach rumzukriegen.

Von Amsterdam Schipol aus geht es dann erstmal weiter nach London. Ganz Eisenbahnerkind bin ich viel zu früh und hänge lange am extrem geschäftigen Flughafen rum. Und muss wieder feststellen: was ich am Reisen nicht mag ist das Reisen. Auf Flughäfen, Bahnhöfen oder Bootsanlegern Zeit totschlagen ist wahnsinnig ermüdend. Dafür geht der Flug nach London schnell, wir sind sogar früher da als erwartet und so heißt es in Heathrow rumhängen. Ich bin schon ein wenig im Entspannungsmodus und bin nur etwas müde.
Kaum sitze ich im Anschlussflieger nach New York starten wir auch schon mit nur etwa eineinhalb Stunden Verspätung. Gott sei Dank habe ich ja ein bisschen Puffer bis zu meinem Weiterflug nach Cancun. Der allerdings durch die verlängerte Flugdauer von noch mal einer Stunde weiter schrumpft. Dafür haben wir aber einen großzügigen Rundflug über New York am Abend gratis dazu bekommen. Vielleicht muss ich da auch mal bald hin, es gibt Städte die gefallen mir schon aus der Luft und New York gehört definitiv dazu. Als wir dann aber noch mal eine gute halbe Stunde vor den Gates rumstehen und auf unseres warten wird mir langsam etwas anders. Ich hab recht wenig Lust den letzten Flug zu verpassen und in New York planlos gestrandet zu sein.
Am JFK muss ich auf meinen Rucksack warten um ihn dann gleich wieder einzuchecken. Zugegeben ist mir hier schon etwas warm, mein Rucksack kommt und kommt nicht. Ich kriege ein rotes Express-Kuvert um schneller durch den Zoll und den erneuten Sicherheitscheck gelassen zu werden. Schade nur, dass mein Gepäck immer noch nicht da ist und mein Abflugterminal nicht das, in dem ich ich gerade aufhalte. Ich bin ja auch erst 16 Stunden unterwegs. Irgendwie klappt es dann noch, Gepäck bekommen, durch den Zoll, Gepäck erneut einchecken, mit dem Airtrain zum anderen Terminal, das Gate ganz am Ende erlaufen und die letzte Person sein, die noch ins Flugzeug darf.
Vier Stunden und ein kreischendes Kleinkind neben mir später lande ich in Cancun und ich bin eigentlich nicht überrascht als das Gepäckband anhält und von meinem Rucksack keine Spur ist. Ich warte dann noch mal ein bisschen am Schalter für das verlorene Gepäck, ich bin nicht die einzige mit dem Problem. Aber ich bin wohl die einzige, die mich am Flughafen nicht hat abholen lassen. Ich hatte mich nämlich informiert und erfahren, dass man am einfachsten und günstigsten mit dem ADO Airport Bus nach Cancun Downtown kommt.
Als hinter mir am Flughafen die Lichter ausgehen und die Tore nach unten und draußen ein tropischer Regenschauer vom Himmel platzt und ich weit und breit keinen Bus finde ergebe ich mich, zahle horrende 64 USD für eine 20-minütige Taxi-Fahrt und komme dann wider Erwarten doch irgendwann an meinem Hotel an. Das sehr nett ist. Und relativ preiswert. Mein Gepäck ist bis jetzt noch nicht da, morgen soll es weitergehen nach Cozumel. Mal sehen ob es bis dahin klappt, ich bin eigentlich relativ entspannt.

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager und Certified ScrumMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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