Nha Trang Vietnam

Nha Trang

Nha Trang – Vietnam 2013

Nha Trang hat mir kein Glück gebracht. Nach eineinhalb Tagen, einem geklauten iPhone und einem verlorenem Armband, das ich vor meiner Abreise von meinen Freunden geschenkt bekam hatte ich genug und hab mich mit dem Sleeping Bus die 12 Stunden nach Hoi An aufgemacht.

Bestimmt ist Nha Trang ein schönes Fleckchen, vor allem wenn man es etwas erkunden würde, aber ich wollte lieber weg.

Nha Trang

Nha Trang

Die Busfahrt von Dalat nach Nha Trang dauerte mysteriöserweise statt der angekündigten 7 nur 4 Stunden, obwohl wir auf dem Weg eine kleine Panne hatten. Der erste Abend in Nha Trang war toll. Britt und Tom, ein junges englisches Pärchen das wir auf dem Weg nach Mui Ne kennenlernten waren schon einen Tag früher von Dalat nach Nha Trang aufgebrochen und Julia, mit der ich seit Kep reise und ich kamen nach. Die beiden haben eine tolle Garküche ausgemacht, in der außer uns nur Einheimische waren und in dem wir uns selbst Reispapierrollen mit allen möglichen Zutaten drehten. Die vietnamesischen Besucher der Garküche waren extrem freundlich, zeigten uns wie wir das Gericht essen sollten und wollten plaudern. Guter Laune machten wir uns über den Strand zurück Richtung unserer Hotels, wo wir an einer kleinen Strandparty vorbeikamen. Wir wurden eingeladen mitzufeiern, ganz haben wir nicht verstanden was gefeiert wurde. Vier Generationen Vietnamesen versorgten uns mit Reiswein, Bier, gegrilltem Frosch und ein DJ am Strand sorgte für die musikalische Untermalung. Sehr, sehr nette Leute und letzten Endes waren wir 2 Stunden lang die Attraktion und hatten jede Menge Spass. Nach einem nächtlichen Ausflug ins Meer (das habe ich schon lange nicht mehr gemacht) war die Nacht gegen 2 Uhr dann für uns zu Ende.

Nha Trang ist der bekannteste Badeort Vietnams und vor allem bei russischen Touristen sehr beliebt. Deshalb findet man auch jede Menge russische Beschriftungen auf Schildern, in Hotels und in Speisekarten. Ich bin kein großer Fan solcher Badeorte und bevorzuge kleine Buchten und Inseln gegenüber einer Aneinanderreihung von Ressorts. Ich hatte ein sehr sympathisches Hotel, in dem ich für 10$ pro Nacht unterkam. Das Anh Thi Hotel (auch Sakura Hotel) liegt nur fünf Fussminuten vom schicken Sailing Club am Strand entfernt und das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit. Leider konnten sie mir bei meiner Anzeige wegen des gestohlenen Handys nicht weiter helfen, was aber nicht an den Hotelmitarbeitern, sondern an der vietnamesischen Polizei lag. Das IPhone ist weg und ich bin um eine Erfahrung reicher. Richtig weiterhelfen wollte man mir bei der Polizei nicht und niemand sprach englisch. Ich hatte das Gefühl sie fanden es relativ lustig, dass man noch einer blöden Touristen das Handy abluchsen konnte. Ich hab in den eineinhalb Tagen von mindestens drei weiteren geklauten iphones gehört. Damit sollte man in Nha Trang also vorsichtig sein.

Von Dalat nach Nha Trang

Von Dalat nach Nha Trang

Am nächsten Tag wollte ich leicht verkatert mit Tom und Britt zu Vinpearl aufbrechen, einem Vergnügungspark auf einer Insel gegenüber der Stadt. Auf dem Weg dorthin kam mir mein iPhone abhanden, Britt und Tom ließen sich überreden ohne mich zum Vergnügungspark zu gehen und ich hielt mich geschlagene 3 Stunden in der Polizeistation von Nha Trang auf ohne irgendetwas zu erreichen. Wäre ich doch mal mit den beiden mitgegangen, denn der Park den ich am nächsten Tag alleine besuchte ist zwar bestimmt lustig, aber nicht alleine. In den etwas happigen 450.000 VND Eintrittspreis, etwa 16,50€ sind die Anfahrt über die Gondel und alle im Park vorhandenen Vergnügungen enthalten, ausgenommen die Pagode auf dem Berg. Es gibt ein paar Fahrgeschäfte, einen Wasserpark mit einer kleinen schönen Badebucht, eine Sommerrodelbahn, ein Unterwasseraquarium und jede Menge Souvenirsstände. Alles in allem kann man dort in einer Gruppe oder auch schon zu zweit wirklich Spaß haben, alleine würde ich mich nicht noch mal dahin aufmachen.

Cable Car Nha Trang

Mit der Gondel zu Vinpearl

Ein paar Fotos gibt es hier.

Nha Trang hatte nicht wirklich eine Chance bei mir und schon am nächsten ging es weiter mit dem Nachtbus nach Hoi An. Die zwölfstündige Fahrt steckt mir noch etwas in den Knochen, aber ich merke jetzt schon, dass mir Hoi An wirklich gut gefällt. Vielleicht bleibe ich hier mal ein bisschen.

über

Diplom-Soziologin, Produktmanager, Certified ScrumMaster und DiveMaster. In Hamburg zu Hause, in München dahoam. Mehr zu mir gibts hier.

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